Züger Yachting Rund Afrika Simi & Christa Züger
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  Rund Afrika  
 

Zwei junge Menschen - ein Baby - 22'000 Seemeilen - Rund Afrika. Ein junges Paar verwirklicht seinen Traum, kaum 30 Jahre alt!

Ein für Segler nicht allzu aussergewöhnlicher Traum; aussergewöhnlich ist, dass wir ihn verwirklichten, und zwar im vergleichsweise jugendlichen Alter.
Wir haben uns dafür entschieden, Freunde und existenzielle Sicherheit hinter uns zu lassen, unser Hab und Gut in ein Schiff zu stecken und sind während 5 Jahren unter Segeln durch ferne Länder wie Eritrea, Kenia oder Tansania und um das Kap der Guten Hoffnung gesegelt!

Leseprobe aus: www.segelnumdiewelt.ch

"Es geht mit gerefften Segeln bei steifem Südostpassat nordwärts. Auf Am-Wind-Kurs leckt ganz schön Wasser aufs Deck. Doch die MON AMIE zieht gemächlich ihre Spur durchs Meer und spult brav Meile um Meile ab. Unser Beruf ist Segeln, unsere Passion ist Segeln, unser Leben ist Segeln und dies ist unser Hochsee-Alltag.


Um Mitternacht kippen die Abertausenden von Lichtern der Grossstadt Bahia de Salvador hinter den Horizont und mir ist das ganz recht. Wir sind keine Stadtmenschen. Ohne das künstliche Licht gewinnen die Sterne gleich an Glanz und es werden von Minute zu Minute mehr. In etwa einer Stunde wird wohl der Mond aufgehen, auch ein alter Kumpel von uns. Gerade ich bin ihm stets sehr verbunden, mag ich doch die hellen Nächte auf See.

Die erste Wache ist zwar etwas ruppig und, wären wir noch im Hafen, könnten wir alle in Ruhe schlafen. Doch wohin würde das führen? Wir sind Seezigeuner. Etwas Risiko gehört zum Seglerleben mit dazu. Abenteuer ist erstrebenswerter als vieles andere im Leben, es ist nicht käuflich aber trotzdem nicht umsonst zu haben. Ein Schiff im Hafen ist zwar sicher, aber dafür werden Schiffe nicht gebaut. So einfach ist das.

Und das ist das schöne, harte, einfache, schwierige aber sicher ganz ehrliche am Ozeansegeln: Niemand und nichts kann einem die Meilen abnehmen. Da helfen kein Beklagen, keine Anschuldigungen, kein Anwalt, kein Fluchen und keine Versicherung. Da muss man einfach die Segel trimmen, ran an die Arbeit, gut dem Schiff zuhören, segeln und dabei zufrieden sein. Mehr geht nicht. Es lehrt einen, Angefangenes zu beenden. Die Mitte des Ozeans lässt einem keine Wahl."

Lesen Sie mehr im "Logbuch" unter: www.segelnumdiewelt.ch